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20 Antworten rund um die Mikrowelle

Kompakte Antworten auf die Fragen, die vor und nach dem Kauf einer Mikrowelle am häufigsten gestellt werden – von der Wattzahl über das richtige Geschirr bis zur Strahlungsfrage. Filtern Sie nach Themenbereich oder lesen Sie alles der Reihe nach.

Zum Aufwärmen und Auftauen für ein bis zwei Personen genügen 700 bis 800 Watt. 900 bis 1.000 Watt verkürzen die Zeit spürbar und lohnen sich, wenn regelmäßig mehrere Portionen nacheinander erwärmt werden. Die Geräte in unserem Vergleich liegen zwischen 700 und 1.000 Watt Mikrowellenleistung. Grill- und Heißluftleistung werden getrennt angegeben und dürfen nicht dazugezählt werden.

Bis 20 Liter nimmt einen normalen Teller auf und braucht am wenigsten Stellfläche. 20 bis 25 Liter geben Platz für größere Teller und flache Formen. Über 25 Liter ist sinnvoll, wenn Sie für mehrere Personen garen oder Grill und Heißluft wie einen kleinen Backofen nutzen wollen. Unser Vergleich deckt 20 bis 30 Liter ab und lässt sich nach diesen drei Klassen filtern.

Eine Solo-Mikrowelle erwärmt, taut auf und gart ausschließlich mit Mikrowellenleistung. Eine Grill-Mikrowelle hat zusätzlich ein Heizelement zum Bräunen und Überbacken. Eine Kombi-Mikrowelle bringt darüber hinaus Heißluft mit und kann damit backen. Weder Gewicht und Stellfläche noch der Preis folgen dabei einer festen Rangfolge – in unserem Vergleich gibt es Solo-Geräte, die schwerer, größer oder teurer sind als manche Grill- oder Kombi-Mikrowelle.

Wenn Sie regelmäßig überbacken, gratinieren oder Toast bräunen: ja. Wer ausschließlich aufwärmt und auftaut, zahlt dagegen für eine Funktion, die ungenutzt bleibt. Wie groß der Aufpreis im Einzelfall ausfällt, zeigt ein Blick in unseren Vergleich – er hängt stärker von Ausstattung und Marke ab als vom Grill allein.

Nur ein Kombigerät mit Heißluft kommt dafür überhaupt infrage; in unserem Vergleich sind das zwei Geräte. In den ausgewerteten Rezensionen werden Pizza und Aufläufe daraus wiederholt gelobt. Ein vollwertiger Ersatz für einen großen Backofen ist ein solches Gerät wegen des kleineren Garraums trotzdem nicht — für einen Ein- bis Zwei-Personen-Haushalt kann es einen Backofen aber in vielen Fällen erübrigen.

Die Preise in unserem Vergleich reichen von einfachen Solo-Geräten bis zu Kombi-Mikrowellen mit Heißluft; nach Preis sortiert sehen Sie dort die aktuelle Spanne. Mehr Geld kauft vor allem Garraum, Ausstattung und Zusatzfunktionen — nicht automatisch eine bessere Verarbeitung. Preis-Leistung ist deshalb eines unserer vier Bewertungskriterien und geht mit 25 Prozent in die Bewertung ein.

Ein Inverter regelt die Leistung stufenlos, statt zwischen voller Leistung und Pause hin- und herzuschalten. Bei niedrigen Stufen wird die Wärme dadurch gleichmäßiger eingebracht, was vor allem beim Auftauen und beim Erwärmen empfindlicher Speisen hilft. Drei Geräte in unserem Vergleich arbeiten mit Inverter-Technik.

Maßgeblich ist die aufgenommene Leistung vom Typenschild, nicht die beworbene Mikrowellenleistung — die beschreibt, was im Garraum ankommt. Die Rechnung ist einfach: Leistungsaufnahme in Kilowatt × Laufzeit in Stunden × Ihr Strompreis. Fünf Minuten sind eine Zwölftelstunde, bei 1,2 kW Aufnahme also rund 0,1 kWh. Weil eine Mikrowelle nur Minuten läuft und keinen großen Garraum aufheizen muss, bleibt der Verbrauch je Vorgang klein.

Ein Flachbettgerät nutzt die Grundfläche besser aus, weil eckige Formen nicht am Rand anstoßen, und der Garraum lässt sich ohne herausnehmbaren Teller leichter auswischen. Die Verteilung der Wärme übernimmt dann ein rotierender Verteiler unter dem Boden. Solche Geräte sind in der Regel teurer als vergleichbare Modelle mit Drehteller.

Mikrowellen dringen nur wenige Zentimeter in das Gargut ein; weiter innen wird die Wärme nur noch weitergeleitet. Deshalb hilft es, in einer flachen statt einer hohen Form zu erwärmen, zwischendurch umzurühren, abgedeckt zu garen und dem Teller nach dem Signal ein bis zwei Minuten Stehzeit zu geben. Eine niedrigere Leistungsstufe über längere Zeit bringt gleichmäßigere Ergebnisse als volle Leistung.

Metall in jeder Form — Besteck, Alufolie, Geschirr mit Gold- oder Silberrand —, außerdem geschlossene Behälter, Konservendosen, Eier in der Schale und Kunststoff ohne Eignungshinweis. Metallzubehör gehört nur dann hinein, wenn der Hersteller es ausdrücklich für den Grill- oder Heißluftbetrieb mitliefert, etwa den Grillrost oder das Backblech einiger Grill- und Kombigeräte.

Hitzefestes Glas, Porzellan und Keramik ohne Metalldekor sowie ausdrücklich gekennzeichneter Kunststoff. Das Symbol dafür sind meist drei liegende Wellenlinien auf der Unterseite. Im Zweifel gilt: Geschirr, das im Betrieb selbst heiß wird, statt nur die Wärme der Speise anzunehmen, ist nicht geeignet.

Stellen Sie eine mikrowellengeeignete Schüssel mit Wasser und etwas Zitronensaft bei voller Leistung hinein und erhitzen Sie, bis es sichtbar dampft – je nach Wattzahl etwa drei bis fünf Minuten. Der Dampf löst Verkrustungen, danach genügt ein feuchtes Tuch. Scheuermittel und Metallschwämme gehören nicht in den Garraum: Sie beschädigen Beschichtungen wie Emaille oder Keramik, mit denen mehrere Geräte in unserem Vergleich ausgestattet sind.

Die Lüftungsschlitze müssen frei bleiben, sonst staut sich die Abwärme und die Elektronik altert schneller. Wie viel Abstand seitlich, hinten und nach oben nötig ist, gibt der Hersteller in der Bedienungsanleitung des jeweiligen Geräts an — diese Angabe ist maßgeblich. Planen Sie außerdem den Platz ein, den die Tür beim Öffnen nach vorn braucht.

Nur, wenn der Hersteller das Gerät ausdrücklich als unterbau- oder einbaufähig ausweist oder einen passenden Einbaurahmen anbietet. Ein freistehendes Gerät in eine geschlossene Nische zu stellen, blockiert die Belüftung. Für einen echten Einbau in die Küchenzeile sind Einbaugeräte gedacht — eine eigene Produktklasse, die wir hier bewusst nicht vergleichen.

Fast immer liegt Metall im Garraum: Besteck, Alufolie, ein Clip am Beutel oder ein Metalldekor auf dem Teller. Schalten Sie das Gerät sofort aus und entfernen Sie die Ursache. Funken ohne erkennbares Metall deuten auf eine beschädigte Innenbeschichtung oder eine schadhafte Abdeckung an der Seitenwand hin – die Platte, hinter der die Wellen in den Garraum eintreten. Dann gehört das Gerät in den Service und nicht weiter in Betrieb.

Diese Bewertung nehmen wir bewusst nicht selbst vor: Wir vergleichen Geräte, werten keine Studien aus und nennen deshalb keine eigenen Zahlen. Zuständig sind das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Verbraucherzentralen. Wie das Gerät arbeitet und wer die Fragen zu Strahlung und Gesundheit im Einzelnen beantwortet, steht im Ratgeber dazu.

Diese Frage beantworten wir nicht selbst – zuständig ist das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), das über Mikrowellengeräte im Haushalt informiert. Praktisch wichtig bleibt unabhängig davon: Ein Gerät mit verbogener Tür, beschädigtem Sichtfenster oder klemmendem Verschluss sollten Sie nicht weiterbetreiben, sondern prüfen lassen. Die Einordnung im Detail steht im Ratgeber zu Strahlung und Gesundheit.

Fläschchen und Breie erwärmen sich in der Mikrowelle ungleichmäßig, es entstehen heiße Stellen mitten in der kühlen Masse. Wenn Sie es dennoch tun: kurz erwärmen, gründlich umrühren oder schütteln und die Temperatur vor dem Füttern am eigenen Handgelenk prüfen. Verschlossene Fläschchen und Gläschen mit Deckel gehören nicht hinein — im Inneren baut sich Druck auf.

In einem Haushalt mit kleinen Kindern ist sie sinnvoll: Sie verriegelt das Bedienfeld, sodass sich das Gerät nicht versehentlich starten lässt. Drei Geräte in unserem Vergleich weisen eine Kindersicherung ausdrücklich aus. Unabhängig davon sollte eine Mikrowelle so stehen, dass Kinder nicht an die heiße Tür und an das Gargut kommen.

Ausführlich in den Ratgebern